AURENZ´ DREI MOHREN - im Stuttgarter Bohnenviertel - Pfarrstr. 23 - 70182 Stuttgart - Telefon: 07 11 - 29 53 33

Geschichte Bohnenviertel und Pfarrstraße

Das  Bohnenviertel entstand als erstes Wohnquartier im 15. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauer. Vor ihr lagen Wiesen, Äcker, Weinberge,  Wälder und ab dem 16. Jahrhundert der Lazarett-Friedhof.
Seinen Namen erhielt das Bohnenviertel ursprünglich seiner armen Bewohner  wegen, die in ihren Gärten Bohnen anpflanzten. Lange Zeit hingen Bohnen an Schnüren und Welschkorn an Stangen girlandenartig an den Häusern.

Als 1823 dem Hause Württemberg ein Kronprinz geboren wurde, stand im  Bohnenviertel zu lesen:
"Erbse, Bohne, Linse:
Hurra, mer hent en Prinze!"

Bewohnt wurde das Bohnenviertel von Handwerkern und Weinbauern. Es herrschte eine friedliche Koexistenz zwischen Weingärtnern, die ab 1900 ihre Rebhänge als Bauplätze verkauften und Blumen- oder Gemüsehändler wurden, Pfandleiher, "Vorkäufer" oder Altwarenhändler, Kleinstfabrikanten, jüdische Kaufleute, Spezereienhändler, Gastwirte und den originellsten Typen der Esslinger  Vorstadt, die "Leonhardsträppler" oder "Leonhardsschlamper". Dies waren ungepflegte, bescheidene auf Gelegenheitsarbeit wartende Tagelöhner  in markanter Einheitskluft.
Die Bewohner des Bohnenviertels galten in Stuttgart als orginell und sonderlich. Man sprach von ihnen als "Veschperlesmoischter" und "Knackwurschtprivatiers"
Diese typische Mischung hielt sich über Jahrhunderte. Noch heute finden  sich hier eine Vielzahl von Trödelläden, die neben diversen Cafés, Kneipen  und Weinstuben zum Bummeln einladen.

Nach dem Krieg zerfiel das Viertel zunehmend.
Ende der 70er Jahre wollte man "soziales Wohnen im Grünen" mit Neubauten aus dem Bohnenviertel machen.
Heute präsentiert es sich jedoch in liebevoll renoviertem Gewand.  Der Schellenturm ist der letzte erhaltene Turm der Stadtmauer.  Er verdankt seinen Namen den "Schellen" (Metallfesseln), mit denen früher Sträflinge in seinem Innern festgekettet waren. Heute beherbergt er ein Speiserestaurant.

Cafe, Bistro & Restaurant AURENZ - DREI MOHREN Pfarrstraße in Stuttgart

Pfarrstraße früher Brunnengasse

Die heutige Pfarrstraße  hieß ursprünglich Brunnenstraße (seit 1958). Die alte Pfarrstraße wird vom  Parkhaus Züblin zugedeckt, da im Krieg die Häuser niedergebrannt waren.

1823 Bau des Kornhauses auf einem Teil des alten Friedhofes (heute Leonhardsplatz), dem später eine Halle zum wiegen und unterstellen der Botenwagen angebaut wurde.

Einmündung Brunnen-  und Pfarrstraße entstand der Krautmarkt ("Krempelesmarkt"). Die Marktbuden waren an die Friedhofsmauern gebaut.

Zum Markt gehörten die sogenannten "Boten". Das waren wetter- und trinkfeste Männer,  die morgens mit Planwagen, beladen mit dörflichen Erzeugnissen, von  den Fildern herab kamen, ihre Erzeugnisse auf dem Markt zum Verkauf  anboten, während Pferd und Wagen in einem Gasthof oder in der "Botenhalle"  untergestellt waren, und abends mit städtischen Gütern wieder auf  die Fildern heimkehrten.
Erst als 1912  das als "Botenhalle" bezeichnete Gebäude für den Bau des Gustav-Siegle-Hauses  abgebrochen werden mußte, verschwand damit der bunte Marktbetrieb vom Leonhardsplatz.

Stadtbekannter "Krabbendusel", der Wirt Rudolf Bühler

Brunnenstraße  7 gründete 1808 stuttgarter Kaufmann Heinrich Lotter die "Suppen- und Beschäftigungsanstalt" für die Armen der Stadt. 1838 wurde sie in die Katharinenstraße (Katharinenhilfe) verlegt.

Pfarrstraße 10 erbaut 1616, zerstört im 2. Weltkrieg. Hier hatte die Stadt Wein gelagert  und im Obergeschoß beherbergte es von 1534 bis 1536 eine Privatschule  mit dem Schulleiter Hans Seitz. Dies war die erste Schule mit dem  Unterrichtsfach Deutsch in Stuttgart.

Der "Engel des Bohnenviertels" Marie Josenhans (1855 - 1926), sorgte für die Ärmeren  und rief eine erste "Mittelstandshilfe" ins Leben und zog später sogar in den Gemeinderat.

Cafe, Bistro & Restaurant AURENZ - DREI MOHREN Bohnenviertel in Stuttgart

Drei Mohren 1976 - damaliger Standort in der Friedrichstraße 37

Ansicht von West, um 1976
damaliger Standort in der Friedrichstraße 37
Die Fassade wurde aus Denkmalschutzgründen zugunsten von Neubauten hinter dem Schloss-Platz abgebaut und in der Pfarrstraße 23 wieder aufgebaut.
(Vorlage Stadtmessungsamt Stuttgart)

Bewertungen im Deutschland Gourmet für das Restaurant AURENZ´ DREI MOHREN im Stuttgarter Bohnenviertel


Heute:

DREI MOHREN
Pfarrstraße 23 (Bohnenviertel)
70182 Stuttgart

Verkehr: - Wussten Sie, dass...

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Natur: - Wussten Sie, dass...

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... die Wilhelma das europaweite Zentrum zur Aufzucht von Jungaffen führt?

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Technik - Wussten Sie, dass...

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der Leitz-Ordner aus Stuttgart kommt? Im Jahr 1893 wurde von der Stuttgarter Firma Leitz der Ordner mit Hebelmechanismus erfunden.

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34,43 Meter hoch war der Minitornado, der von insgesamt 144 Luftdüsen erzeugt wurde. Der Wirbelwind ist Teil eines Brandschutzsystems.

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Bau: - Wussten Sie, dass...

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Stuttgart weit über 400 Treppen und Steilwege, sogenannte "Stäffele", mit einer Gesamtlänge von über 30 Kilometern hat?

... in Stuttgart das erste in Leichtbetonweise erbaute Hochhaus Deutschlands steht? Es ist der 1928 fertig gestellte Tagblatt -Turm.

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Kultur: - Wussten Sie, dass...

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Chopin in Stuttgart 1831 unter dem Eindruck des niedergeschlagenen polnischen Freiheitsaufstandes seine berühmte Revolutionsetüde komponierte?

... der berühmte Teddy-Bär in Stuttgart geboren wurde? Im Jahr 1900 ging ein junger Mann, der an der hiesigen Akademie studierte, immer wieder in die Wilhelma und zeichnete die Bären. Es war Richard Steiff, der Neffe der Inhaberin der Filztier-Manufaktur. Aus seinen Zeichnungen entstand das Design eines Spielzeugtieres aus Mohair.

... die erste Waldorfschule der Welt 1919 an der Uhlandshöhe in Stuttgart entstand?

... die Ahoi-Brause aus Stuttgart stammt? Theodor Beltle, Kaufmann und Tüftler mischte 1925 in Stuttgart -Bad Cannstatt das erste Pulver für Brauselimonade, nach dem sich Kinder noch heute die Finger lecken.

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... Sie im Württembergischen Landesmuseum mit dem ca. 30.000 Jahre alten Löwenkopf eine der ältesten bildlichen Überlieferungen der Menschheit betrachten können?

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... der Autor von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", "Momo" oder "Die Unendliche Geschichte", Michael Ende, vor den Toren Stuttgarts in Filderstadt lebte?

... Europas größtes Ausbildungsinstitut für Medien und IT, die Hochschule der Medien, in Stuttgart zu finden ist?

... das größte Spielwarengeschäft Deutschlands Spielwaren Kurtz ist?

... das zweitgrößte Kaufhaus Europas (in Privatbesitz), nach Harrods in London, das Breuninger Stammhaus ist?

... es von 1971 bis 1988 im Dachgeschoss des Breuninger das Breuninger-Bad gab? Beim Ausheben der Baugrube für das Kaufhaus waren die Arbeiter 1971 auf eine Quelle gestoßen. Da es sich um eine mineralhaltige Schüttung handelte, wurde das Kaufhaus im Dachgeschoss um ein Mineralbad mit 25-Meter-Becken, Sauna und Fitnessbereich erweitert. Rückläufige Besucherzahlen und steigende Kosten führten im Frühjahr 1988 zur Schließung des Bades, zumal das Defizit auf mehr als eine Million Mark im Jahr angewachsen war. Aus dem Bad wurde zunächst ein Fitnessclub, der nach einigen Jahren ebenfalls geschlossen wurde. Inzwischen befindet sich in diesem Bereich des Hauses die Mitarbeiterkantine
.

bummeln & genießen im Bohnenviertel

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Restauration Zur Kiste

Die älteste Weinstube der Stadt, mit drei  übereinanderliegenden engen Stuben

Weinstube Stetter

In der urig gemütlichen Weinstube Stetter kann man in aller Ruhe Viertele um Viertele schlotzen

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Der Zauberlehrling

Das kleine, verzauberte Hotel mit einer sehr feinen Küche

Weinstube Schellenturm

Wein und Schwäbisches bei rustikaler Atmosphäre; im Sommer auch im Garten

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Drei Mohren

Bistro und Restaurant
mit großer schattiger Aussenterrasse im Sommer und uriger Atmosphäre im Winter

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